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Softwareentwicklung braucht Profis. Was aber sind Profis? Menschen die mit der Softwareentwicklung Geld verdienen? Nein, wir meinen, es gehört mehr und anderes dazu. Professionalität in der Softwareentwicklung hat nichts mit Geld zu tun. Sie hat auch nur bedingt mit einem bestimmten Ausbildungsweg zu tun. Wir kennen professionelle Softwareentwickler, die wenig oder gar kein Geld mit ihrer Software verdienen und wir kennen professionelle Softwareentwickler, die weder Diplom noch Doktortitel haben.
Minimale Anforderungen an Professionalität
Für uns macht Professionalität vielmehr zweierlei aus:
- Ein professioneller Softwareentwickler setzt sich mit dem Metier bewusst auseinander.
D.h. er reflektiert über sein Produkt, seine Arbeitsweise, seine Materialien und Werkzeuge. Ein professioneller Softwareentwickler ist nicht einfach zufrieden, wenn sein Chef oder Kunde zufrieden sind. Er ist auch nicht einfach mit dem zufrieden, was ein Hersteller ihm empfiehlt. Stattdessen beobachtet und prüft er ständig seine Ergebnisse und bemüht sich um die Weiterentwicklung seiner selbst wie auch des Metiers.
- Ein professioneller Softwareentwickler hat ein inneres Wertesystem.
Gegen dieses Wertesystem prüft er seine Ergebnisse und Handlungen. Nur, wenn seine Arbeit diesem Wertesystem entspricht, empfindet er sie als gut getan, als professionell. Sein Streben ist es daher, auch unter widrigen Umständen, unter Druck von Kunden oder Herstellern, diesem Wertesystem treu zu sein.
Das mag sich nun in der Kürze etwas antiquiert oder sektiererisch anhören. Sollen Softwareentwickler sich eine Zunftordnung geben oder gar einen Treueeid schwören? Nein, so meinen wir es natürlich nicht. Dennoch: In Ermangelung eines Konsenses darüber, was denn genau "gute Softwareentwicklung" sei, glauben wir, dass ein "kleinster gemeinsamer Nenner" Not tut. Die Branche - wobei wir hier zunächst nur die .NET Softwareentwicklung meinen - braucht einen Qualitätsmaßstab oder zumindest einen Erwartungshorizont für Professionalität. Die Zeiten, in denen jeder, der schon mal etwas in BASIC programmiert hatte, ausreichend qualifiziert war, um in einem Team mitzuarbeiten, sind vorbei. Genauso ist aber noch nicht die Zeit gekommen, in der die Vorlage eines Informatik Diploms wirklich etwas über die Befähigung zur Softwareentwicklung aussagen würde. (Disclaimer: Nichts gegen Diplominformatikstudiengänge! Aber wer kennt denn keinen Dipl. Inf., der durch sein Studium gekommen ist, ohne mehr als einige Zeilen zu programmieren?)
Clean Code Developer haben ein Wertesystem...
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